LEAN RECRUITING Artikel-Serie – Schritt #1

LEAN RECRUITING Artikel-Serie – Schritt #1

Schritt #1: Mit Verstärkungswunsch-Stelleninseraten mehr Bewerber ansprechen

Unzählige Analysen von Stelleninseraten verdeutlichen, dass die meisten Firmen es noch nicht verstanden haben, das Potenzial von Stelleninseraten auszuschöpfen. Stattdessen versuchen sie, mit langweiligen „Einheitsbrei“-Inseraten auf Stellenangebote aufmerksam zu machen. Inserate, die nach dem Schema „Deine Aufgaben – Dein Profil – Unser Angebot“ konzipiert werden und zu ihrem Nachteil von Unmengen an Text nur so strotzen. Warum ein solcher Auftritt nicht mehr zeitgemäss ist, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Weniger Text ist definitiv mehr

Fühlen Sie sich von viel Text angesprochen? Wohl kaum, und wenn, dann wohl nur deshalb, weil Sie daraus noch nützliche Informationen für die Überarbeitung Ihres eigenen CVs und ein gefälligeres Bewerbungsschreiben ableiten können – Manipulation und Verfälschungen lassen grüssen!

Oder erachten Sie es als attraktiv und informativ, wenn Sie bei jedem zweiten Stelleninserat der gleichen Firma das gleiche, gestellte Foto im Header vorfinden, das einen Multi-Kulti-Einblick in ein internationales Team nach dem Motto „think globally, act locally“ suggeriert, statt einen konkreten Einblick in das zukünftige, konkrete Arbeitsumfeld? Nachfolgend ein anonymisiertes Beispiel zur Illustration:

Bild-Einheitsbrei-Stelleninserate

CI und Bewerbermanagement schränken Flexibilität ein

Bilder sagen bekanntlich mehr als Tausend Worte. Corporate Design mag ja seine Berechtigung haben, doch für eine zielgruppenspezifische Ansprache von Bewerbern ist es oftmals mehr hinderlich als förderlich. Sie dürfen sich dann auch nicht wundern, wenn Sie nur wenige Bewerbungen erhalten.

Ein weiterer Grund dafür ist, dass Sie ein Bewerbermanagement-System (BMS) einsetzen, das Ihre Flexibilität einschränkt, sie zwingt, gewisse Formate einzuhalten oder Sie es als zeitgemäss empfinden, Inserat-Texte auf Knopfdruck auf eine Job-Plattform posten zu können, wo sich schon alle anderen auch tummeln – der Untergang Ihres CI- und BMS-gestützten Stelleninserates im Meer der Me-Too-Inserate ist damit schon vorprogrammiert.

Und wenn dann im eigentlichen Bewerbungsprozess noch die vielen weiteren Bewerbungshürden gestellt werden, winken gute Kandidaten definitiv ab und gehen damit verloren. Mehr zum Thema ‚Bewerbungshürden‘ in unserem kürzlichen Blog-Beitrag.

Zielgruppenspezifische Ansprache wirkt

Zielgruppenspezifische Stelleninserate jedoch werden in zielgruppenspezifischen Kanälen publiziert, werden individuell für die jeweilige Stelle konzipiert, heben sich von der Masse ab, fallen durch Bilder auf, sind attraktiv und Interesse weckend. Und es fällt Ihnen als Bewerberin oder Bewerber leicht, auf einen weiterführenden Link zu klicken, damit Sie anhand der Fragen erkennen, ob Sie die Firma verstärken können. Darum bezeichnen wir unsere Inserate auch als „Verstärkungswunsch-Stelleninserate“:

Als Firma bringen Sie zum Ausdruck, warum und wie Sie sich verstärken möchten. Als Bewerber erkennen Sie leicht, was Sie erwartet und ob das auch zu Ihnen passt. Zielgruppenspezifische Stelleninserate bringen definitiv mehr Bewerber – nicht selten zwei bis vier Mal mehr.

Bild Lean Recruiting Trichter Verstärkungswunsch-Stelleninserate

Mehr Bewerbungen – mehr Arbeit? Nicht zwingend …

Aber Achtung: Das heisst theoretisch auch viel Mehrarbeit für Sie, wenn Sie noch „klassisch“ rekrutieren, viele CVs und Bewerbungsschreiben lesen und Interviews führen. Bei Bedarf mit Verstärkungswunsch-Stelleninseraten Interesse schaffen und dadurch mehr Bewerber bekommen, ist das eine, gezielt und automatisiert die sehr guten Bewerber von den durchschnittlich und weniger guten unterscheiden zu können, das andere.

Wie wir das lösen, erfahren Sie gerne auf http://leanrecruiting.ch bzw. im persönlichen Austausch – oder in einem der nächsten Blog-Posts, wenn Sie an dieser Stelle eine weitere Episode aus unserer Artikel-Serie „In 7 LEAN RECRUITING-Schritten zu besseren Mitarbeitenden“ vorfinden werden. Bis dann eine gute und erfolgreiche Zeit!

Herzlichst, Ihr

René Anderegg lic.oec.HSG

Posted in: Employer Branding, Personalmarketing, Recruiting

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